Do Donnerstag
16
Jan Januar
Ich bin der HERR, ich rede; das Wort, das ich rede, wird auch geschehen.
Hesekiel 12,25

Sprich nur ein Wort

Als Jesus einmal in die Stadt Kapernaum kam, begegnete Ihm eine Abordnung von Würdenträgern der jüdischen Religion. Sie baten Ihn, einen Kranken zu heilen, der im Sterben lag. Wer war der Kranke? Ein Knecht. Und wer sein Herr? Ein heidnischer Offizier. - Wie würde Jesus jetzt reagieren? Er war doch „nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt“, wie Er das später einmal ausdrückte! (Matthäus 15,24).

Was für Verdienste hatte dieser fremde Hauptmann denn aufzuweisen, dass er eine solche Freundlichkeit erbat? Gar keine. Zweifellos hatte er dem jüdischen Volk viel Wohlwollen erwiesen. Das bezeugten die Juden dem Herrn Jesus mit den Worten: „Er ist würdig, dass du ihm dies gewährst; denn er liebt unsere Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut“ (Lukas 7,4.5).

Der Hauptmann selbst aber ließ dem Herrn etwas ganz anderes sagen: „Ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach trittst. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig erachtet, zu dir zu kommen.“ Und jetzt leuchtete sein Glaube hell hervor: „Sprich ein Wort, und mein Knecht wird geheilt werden“ (V. 6.7).

Ein Wort genügte dem Hauptmann. Wenn Jesus das spräche, dann würde sein Knecht geheilt werden. Davon war der Hauptmann völlig überzeugt. Jesus verwunderte sich über ihn. Selbst in Israel hatte Er so großen Glauben nicht gefunden. Wie hätte Er da unberührt bleiben können? Die Boten dieses glaubensvollen Mannes kehrten zurück und fanden den kranken Knecht gesund vor.

Ja, der Glaube ehrt Gott, und Gott ehrt den Glauben (vgl. 1. Samuel 2,30).