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Jan Januar
Siehe, das alles tut Gott zwei-, dreimal mit dem Mann, um seine Seele abzuwenden von der Grube.
Hiob 33,29.30

Weil sie zu spät kam, blieb eine Stewardess am Leben. Eigentlich war sie für den Unglücksflug nach Paris eingeteilt, bei dem alle 22 Insassen den Tod fanden. Aber an diesem Tag traf sie mit eineinhalbstündiger Verspätung am Flughafen von Nancy ein. Ihr Wecker hatte nicht geläutet. So stand es in der Tageszeitung. - Ein nicht funktionierender Wecker rettete ihr das Leben!

War es wirklich nur der Wecker, war es nur ein zufälliger Defekt? Oder stand darüber vielleicht doch ein Mächtigerer - sagen wir ruhig: Gott? Ob die Stewardess einmal daran gedacht hat, dass Gott das Schicksal jedes Menschen in seiner Hand hält und dass seine Hand mit im Spiel ist bei allem, was uns begegnet?

Normalerweise erinnert ein Wecker an Zeitpunkte, die wir nicht verpassen sollten, wenn wir Unannehmlichkeiten vermeiden wollen. Moderne Wecker haben zudem eine Wiederholungsfunktion für den, der nicht sofort reagiert.

In diesem Sonderfall hat Gott es so geführt, dass ein nicht funktionierender Wecker ein Leben gerettet hat. Normalerweise richten nicht funktionierende Wecker eher Schaden an. Und das gilt auch noch in einem anderen Sinn: Besonders wichtig ist nämlich der Zeitpunkt, wo wir über unser ewiges Schicksal zu entscheiden haben, und den dürfen wir auf keinen Fall „verschlafen“. Gott benutzt oft „Wecker“, um den Menschen daran zu erinnern, dass wir uns jetzt mit Ihm versöhnen lassen müssen. Da ist zum Beispiel das Gewissen, das sich „meldet“, wenn wir gegen Gottes Gebote verstoßen. Wenn das nicht hilft, „weckt“ Er uns vielleicht durch Unglück oder Krankheit.

„Zwei- bis dreimal“ bemüht sich Gott, jeden zu „wecken“. - Wie folgenschwer wäre es da, „den Wecker abzustellen“, wenn Gott uns ruft!