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Dann sagt der König zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig; so geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen, und so viele irgend ihr findet, ladet zur Hochzeit. Und jene Knechte gingen hinaus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, die sie fanden, sowohl Böse als Gute. Und der Hochzeitssaal füllte sich mit Gästen.
Matthäus 22,8-10

Einladung zur Hochzeit (4)

Noch immer will der König die Hochzeitsfeier nicht absagen. Er will sie feiern – nur mit wem? Die zuerst Geladenen haben sich als „nicht würdig“ erwiesen: Sie haben die Einladung abgelehnt, ignoriert, teilweise sogar mit Gewalt beantwortet.

Nun sollen die Knechte einladen, wen immer sie finden. Sie ziehen los, gehen an die Straßenmündungen am Rand der Städte und laden ein – und auf einmal ist der Hochzeitssaal voll von Gästen. Großartig! So kann die Hochzeit doch noch gefeiert werden. Zur Freude des Königs und zur Ehre des Sohnes!

Das Volk Israel hatte einen besonderen Vorzug besessen: Sie standen seit ihrem Auszug aus Ägypten in besonderer Verbindung mit dem wahren Gott und waren durch das Alte Testament auf das Kommen des Erlösers vorbereitet. Deshalb wurde ihnen das Evangelium auch zuerst gepredigt. Doch als sie den Erlöser und seine gute Botschaft ablehnten, wurde das Evangelium nun auch zu den Heidenvölkern gebracht. Nun konnten solche, die ohne Hoffnung und „ohne Gott in der Welt“ waren, errettet werden (vgl. Apostelgeschichte 13,46; Epheser 2,12.13).

Alle wurden eingeladen, ob aus menschlicher Sicht Böse (wie der Schächer am Kreuz) oder Gute (wie der römische Hauptmann Kornelius). Das ist heute nicht anders! Jeder kann kommen – ob Strafgefangener, Geschäftsführer, Rentner, Flüchtling oder Fußballspieler. Ja, selbst Sie und ich sind eingeladen.