Di Dienstag
13
Aug August
Folgetag
Und der König sandte seine Knechte aus, die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; und sie wollten nicht kommen. Wiederum sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, mein Mahl habe ich bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit.
Matthäus 22,3.4

Einladung zur Hochzeit (2)

Fast glaubt man nicht, was man hier liest: „Sie wollten nicht kommen.“ Die Geladenen zeigen sich als untreue Untertanen, als Rebellen. Sie wollen sich nicht mit dem König freuen, und sie lehnen seinen Sohn ab. Was für eine Beleidigung!

Sagt der König nun die Feier ab? Nein, er lädt erneut ein. Er schickt andere Knechte – vielleicht werden diese bereitwilliger aufgenommen. Er veröffentlicht die Speisekarte der Feier – vielleicht kommen die Geladenen jetzt auf den Geschmack. Und er formuliert seine Einladung noch ausführlicher – so dass niemand ihren Inhalt und ihre Dringlichkeit missverstehen kann. Fast hat man den Eindruck, dass es jetzt nicht mehr für die Gäste eine Ehre ist, zu kommen (wie beim ersten Mal), sondern dass der König es als Ehre ansieht, wenn man seiner Einladung folgt.

Wie war es, als Jesus Christus seinen öffentlichen Dienst begann? Man nahm „ihn nicht an“! Und als Er durch seine Worte und seine Machttaten bewies, dass Er der Messias war? Da lehnte man Ihn ab! Die Menschen seines Volkes wollten im Allgemeinen „nicht zu ihm kommen, um so durch ihn Leben zu haben“. Ja, die Führer des Volkes ruhten nicht, bis Er am Kreuz hing (Johannes 1,11; 5,40).

War die Liebe Gottes damit zu Ende? Gab Er seinen Rettungsplan auf? Nein – als das Erlösungswerk am Kreuz vollbracht war (im Gleichnis heißt es: „Alles ist bereit“), da lud Gott das jüdische Volk erneut dazu ein, Jesus als seinen Herrn und Messias anzunehmen (vgl. Apostelgeschichte 2,22-41).

Ob die Geladenen jetzt die Einladung annehmen werden?