Vortag
So Sonntag
17
Mär März
Folgetag
Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Er war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und ihr Vater. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.
Johannes 8,43-45

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Geht es Ihnen vielleicht ähnlich wie den Zuhörern Jesu damals? Sie lesen die Bibel, das Wort Gottes, und verstehen nicht, was sie Ihnen sagen will. Das liegt nicht etwa daran, dass die Bibel in einer anderen Kultur, einer anderen Sprache und einer anderen Zeit abgefasst wurde. Nein, dann liegt dasselbe Problem wie bei den ­Zeitgenossen Jesu zugrunde: Der entsprechende „Empfangsmodus“ steht nicht zur Verfügung.

Gottes Wort können wir nicht allein mit dem Intellekt erfassen, wir müssen es mit dem Herzen glauben. Es ist also eine Willensentscheidung notwendig – die Bereitschaft, das Wort Gottes an sich heranzulassen und zum Gewissen reden zu lassen. Wer sich diesem Anspruch versperrt, wird früher oder später Gefühle und Gedanken entwickeln, die sich gegen Gott und besonders gegen seinen Sohn Jesus Christus richten.

Viele meinen zwar, ihre Gedanken seien in jeder Hinsicht frei. Doch das stimmt nicht. Wer die Wahrheit Gottes, die Jesus hier verkündet und dargestellt hat, nicht annehmen möchte, steht unter dem Einfluss des Teufels. Dieser Menschenmörder hat es schon immer auf die Geschöpfe Gottes abgesehen: Seit dem Garten Eden hat er versucht, sie zu verfolgen und sie durch Lüge zu blenden.

Wahrheit ist keine Variable, sondern eine feste Größe. Sie zeigt, wie Gott die Dinge sieht. Lassen wir uns nicht auf die Lüge ein – egal, wie sympathisch sie daherkommt.