Sa
15
Sep
Ihr seid nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden …, sondern mit dem kostbaren Blut Christi.
1. Petrus 1,18.19

Der Felsen Gibraltar, gelegen an der Meerenge zwischen Mittelmeer und Atlantik, ist von großer strategischer Bedeutung. Die Festungsgalerien sowie das im oberen Teil des Felsens angelegte Tunnelsystem bildeten einmal eine mächtige Verteidigungsanlage.

In diesem Tunnelsystem hielten einst zwei Soldaten an verschiedenen Stellen Wache. Der eine hatte durch den Glauben an Jesus Christus und sein Sühnungsblut Frieden mit Gott gefunden. Der andere war in Glaubensfragen noch voller Ängste und Zweifel, und in der Stille der Nacht plagte ihn auf seinem Posten der Gedanke an seine Sünden. Er hatte wiederholt zu Gott gebetet und Ihm seine Schuld offen bekannt. Und jetzt sehnte er sich nach Vergebung und nach Heilsgewissheit!

Plötzlich – er konnte nicht ausmachen, woher der Ton kam – hörte er die Worte: „… das kostbare Blut Christi.“ Es klang wie eine Stimme aus dem Himmel. Und blitzartig wurde ihm klar: Das ist die Antwort, die meine Angst und Unruhe wegnimmt!

Wer aber hatte diese erlösenden Worte gesprochen? – Der andere Soldat war gläubiger Christ. Er hatte gerade über die Gnade Gottes nachgedacht und über den Kreuzestod des Sohnes Gottes. Jesus Christus hatte sein Blut gegeben zur Sühnung für seine Sünden! In diesen Gedanken wurde er jäh unterbrochen, als plötzlich ein Offizier vor ihm stand und das Losungswort von ihm verlangte. Da entfuhren ihm laut und deutlich die Worte: „… das kostbare Blut Christi.“

Sofort bemerkte der Soldat seinen Fehler und korrigierte sich umgehend. Aber seine Worte waren durch die Felswände zurückgeworfen worden und zu seinem Kameraden durchgedrungen. Und für den brachten sie die Gewissheit der Vergebung seiner Sünden und Frieden für sein Herz.