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Jona begann in die Stadt hineinzugehen, eine Tagereise weit, und er rief und sprach: Noch vierzig Tage, dann wird Ninive umgekehrt! Und die Leute von Ninive glaubten Gott.
Jona 3,4.5

Gottes Forderung an die in Sünde gefallenen Menschen lautet, dass sie Buße tun sollen. Sie sollen ihre innere Haltung, ihre Lebensausrichtung radikal ändern und zu Gott umkehren.

In der Geschichte gab es dann auch immer wieder außerordentliche Bußtage, in Europa z. B. anlässlich des Türkenkriegs im Jahr 1664 oder auch bei der großen Teuerung der Jahre 1770–1772. Damals verstanden die Menschen noch, dass Gott auch durch Nöte und Kriege zu ihnen redete.

Die Bewohner der antiken Weltstadt Ninive hörten den Bußprediger Jona und bereuten ihre Sünden. Gründe zur Umkehr gab es mehr als genug, und die Leute wussten das auch. Was aber noch viel bedeutsamer ist: Sie verdrängten den Gedanken an Gott und seine Warnung nicht! Die Predigt des Propheten, mit der er Gottes Gericht über die sündige Stadt ankündigte, hatten sie gut verstanden. Und sie nahmen die Mahnung sehr ernst. Die Leute glaubten Gott und taten Buße. Das war ein einmaliger Bußtag, an dem sich auch das Herrscherhaus beteiligte, wie die Bibel berichtet.

Ist in der allgemeinen Lebensweise heute das Maß an Schuld und moralischem Verderben geringer als damals in Ninive? Hat unsere Gesellschaft Buße weniger nötig? Sinnesänderung – das bedeutet das alte Wort Buße – fängt bei jedem persönlich an. Gott, der Weltenrichter, nimmt davon Kenntnis und will vergeben. Buße tut allerdings weh. Zugeben und bekennen zu müssen, dass die Lebenshaltung falsch war und Gottes Unwillen erregen musste, ist schmerzlich. Bitte tun Sie es dennoch – nicht nur, weil heute Bußtag ist, sondern um mit Gott ins Reine zu kommen!