So Sonntag
7.
Jul Juli
Und als Jesus sie beim Rudern Not leiden sah - denn der Wind war ihnen entgegen -, kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen, auf dem See gehend; und er wollte an ihnen vorübergehen.
Markus 6,48

Gedanken zum Markus-Evangelium

Jesus hat seine Jünger gebeten, mit dem Schiff ans gegenüberliegende Ufer des Sees Genezareth vorauszufahren. Er selbst ist zurückgeblieben, um auf dem Berg zu beten, nachdem Er sich von der Volksmenge verabschiedet hat.

Die Jünger fahren los, und als sie mitten auf dem See sind, ist es dunkel und windig. Sie quälen sich beim Rudern ab und kommen kaum vorwärts.

Kennen wir das nicht auch? Wir folgen den Anweisungen Gottes in der Bibel und geraten trotzdem in einen Lebenssturm. Damit haben wir nicht gerechnet, aber wir geben nicht gleich auf, sondern kämpfen. Wir setzen alles daran, um Land zu gewinnen, kommen allerdings manchmal keinen Schritt weiter. Was tun wir dann?

Wenn Gott Stürme in unserem Leben zulässt, will Er sich verherrlichen, das heißt, Er will im Mittelpunkt unseres Denkens stehen. Es ehrt Gott, wenn wir unsere Hilfe im Gebet bei Ihm suchen. Wenn die Situation sich nicht ändert, wird Er uns die nötige Kraft und Ausdauer sowie seinen Frieden schenken. Was auch immer geschieht - in jedem Fall werden wir Ihn erleben.

Uns ist auch geholfen, wenn wir unsere eigene Unfähigkeit erkennen und uns bewusst wird, dass wir ganz auf Ihn angewiesen sind. Doch leider dauert es manchmal seine Zeit, bis wir endlich anfangen, „loszulassen“ und mit Gottes Hilfe zu rechnen.

Gott wird nicht zulassen, dass die Prüfungszeit über unsere Kräfte hinausgeht (vgl. 1. Korinther 10,13). Spätestens in der „vierten Nachtwache“ kommt seine Rettung. Vertrauen wir Ihm!