Sa Samstag
6.
Jul Juli
Christus ist, da wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.
Römer 5,6

Ausreden helfen nicht

Nehmen wir einmal an, jemand kommt zu einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker. Im Gespräch erklärt er, dass doch eigentlich alle Menschen trinken würden, der eine mehr, der andere weniger. Er selbst habe seine Trinkgewohnheiten im Allgemeinen ganz gut im Griff, nur phasenweise überkomme es ihn.

Wird der Mann mit dieser Einstellung von seiner Sucht frei werden? Wohl kaum! Die Anbieter von Suchthilfe wissen aus Erfahrung, dass ein Suchtkranker zuerst einmal einsehen muss, wie massiv sein Problem ist und wie machtlos er ihm gegenübersteht. Diese Einsicht zeigt sich dann darin, dass er mit allen Ausreden und halbherzigen Besserungsversuchen aufhört und sich aufrichtig auf eine kompetente Hilfe von außen einlässt.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der gestörten Beziehung des Menschen zu Gott. Er ist unfähig, sein Leben in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu führen. Solange wir die Sünde in unserem Leben ignorieren oder argumentieren: „Sünder sind wir doch alle“, kann uns nicht geholfen werden. Und auch Besserungsversuche hier und da bringen uns nicht weiter.

Erst wenn wir einsehen, dass wir verlorene und hilflose Sünder sind, die sich selbst nicht retten können, werden wir die ausgestreckte Retterhand Gottes ergreifen. Erst dann werden wir unsere Zuflucht zu Christus nehmen und so zu Ihm kommen, wie wir sind. Er ist für Kraftlose, ja „für Gottlose gestorben“, wie unser Tagesvers sagt.

„Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Epheser 2,8.9).