Fr Freitag
28.
Jun Juni
Jesus hob an und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde aber sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich wieder sehend werde.
Markus 10,51

… dass ich wieder sehend werde (2)

Es ist, als hätte er nur auf diese Gelegenheit gewartet: Jesus geht vorbei - und Bartimäus, blind und bettelnd, ruft, bis der Herr ihn wahrnimmt und zu sich ruft.

Auch heute noch ruft Jesus Menschen zu sich. Manche tun sich schwer damit, sind zögerlich. Andere dagegen werfen das, was sie hindern könnte, einfach beiseite und kommen. Wie Bartimäus, der sein Oberkleid abwirft und aufspringt. Gut, dass Bartimäus sich nicht schämt oder sich für zu unwürdig hält, um zu Jesus zu kommen.

Jesus fragt ihn: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Bartimäus antwortet ebenso ehrfürchtig wie leidenschaftlich: „Rabbuni, dass ich wieder sehend werde.“ Dem Herrn ist es offensichtlich wichtig, dass wir Ihm die Not auch sagen. So zeigen wir, dass wir Ihm ganz vertrauen. Denn nur so können Menschen „gesund“ werden. Das Gebet des Glaubens wird durch die Gnade des Herrn erhört.

„Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt“ - Barti-mäus ist sowohl körperlich als auch geistig geheilt worden. Und wie geht es weiter mit ihm? Er macht den Weg des Herrn zu seinem eigenen und folgt Ihm nach.

Ganz sicher leidet auch heute der eine oder andere (ob Mann oder Frau) unter einer Not. Oder hat Sehnsucht nach Gott. Vielleicht wird auch er abgehalten durch Widerstand und Widerspruch von Freunden, Arbeitskollegen oder Familienangehörigen. Vielleicht steht auch er kurz davor, sich mundtot machen zu lassen durch die, die lauter und überzeugter scheinen. Doch wenn er aufgäbe, wäre das ein unwiederbringlicher Verlust!

Wenn jedoch einer wie Bartimäus schreit und ruft und nicht lockerlässt, bis er erhört wird, und dann „gesund“ wird und Jesus von Nazareth nachfolgt, verbucht er den größten Gewinn.