Mi Mittwoch
5.
Jun Juni
Glückselig die, die das Wort Gottes hören und bewahren!
Lukas 11,28

Hören und bewahren

Jesus Christus sprach während seiner etwa dreijährigen Wirkungszeit auf der Erde mit einzelnen Menschen, oft zu großen Menschenmengen, noch öfter zu seinen Schülern, die ihn begleiteten. Mehrfach fügte er seiner Rede als Abschluss folgende Worte zu: „Wenn jemand Ohren hat, zu hören, der höre!“ (Markus 4,23). Was ist damit gemeint? Ohren hat doch jeder, oder? Aber es ist entscheidend, ob jemand wirklich aufmerksam hören und verstehen will und auf das Gehörte dann auch antwortet und es tut.

Wie kann Gottes Wort wirken und in meinem Leben reiche Früchte tragen?

Drei wichtige Voraussetzungen dafür:

  • Ich mache mir bewusst, dass es Gott ist, der durch die Bibel zu mir spricht. Auch wenn sie in einer menschlichen Sprache verfasst ist, die ich lesen und verstehen kann - sie bleibt Gottes Wort. Auch wenn Gott Menschen mit Einsicht und einer Redebegabung ausgestattet hat, um uns die biblische Botschaft verständlich zu machen, bleibt die Tatsache unberührt, dass Gott durch sein Wort zu mir spricht.
  • Ich bin bereit, Gottes Wort aufzunehmen. Nicht nur mit halbem Ohr hinhören, nein, das Wort Gottes verlangt meine ungeteilte Aufmerksamkeit, sonst wird es durch die täglichen Sorgen und Zerstreuungen wieder verblassen. Nur wenn ich dem, was Gott sagt, ernsthaften Wert beimesse, sind seine Worte „Geist und Leben“ für mich (Johannes 6,63).
  • Was Gott mir gezeigt hat, möchte ich unmittelbar, und ohne zu zögern, tun. Er bittet oder fordert mich auf - und ich glaube, indem ich aktiv gehorche.

Ich höre also, was Gott zu mir sagt, ich höre bereitwillig zu und tue, was Er mir sagt. Das bedeutet „hören und bewahren“ und so erlebe ich, wie Gottes Wort in meinem Leben lebendig wird (Hebräer 4,12).