Do Donnerstag
30.
Mai Mai
Wer irgend aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde; den wird nicht dürsten in Ewigkeit.
Johannes 4,14

Szenen aus dem Johannesevangelium - In Samaria

In Judäa wird es gefährlich. Die Pharisäer lehnen Jesus entschieden ab (nachzulesen in Johannes 4). Durch die Jünger Jesu lassen sich noch mehr Leute taufen als durch Johannes. Jesus Christus zieht immer größere Menschenmengen an. Das kleine geduldete Feuer scheint zum Waldbrand zu werden. Deshalb beginnen die Pharisäer zu beraten, was zu tun ist.

So weicht der Herr Jesus für die nächste Zeit nach Galiläa aus. Auf dem Weg dorthin reist er durch Samaria. Die Route ist ungewöhnlich, denn die Juden machten eher einen weiten Umweg, als durch den Landstrich der Samariter zu ziehen! Die Samariter sind ein jüdisches Mischvolk und die Juden wollen mit ihnen und ihrem zusammengemixten Glauben nichts zu tun haben. Doch Jesus „muss“ diesen Weg nehmen, denn Er will eine ganz bestimmte Person treffen.

Während die Jünger Essen für den weiteren Weg besorgen, rastet Jesus müde am Brunnen von Sichar. Da kommt eine Frau aus der Stadt. Jesus spricht sie an und es entwickelt sich ein Gespräch, in dem Er der hoffnungslosen Frau den Weg zum Leben zeigt. Ihre Sünde, dass sie unverheiratet mit einem Mann zusammenlebt, spricht Er gleich mit an. Und dann hört sie aus seinem Mund, dass Er der Messias ist.

Die Frau lässt alles stehen und liegen und informiert die Bewohner Sichars. Viele von ihnen strömen zum Brunnen und verstehen und glauben, dass Jesus tatsächlich „der Retter der Welt“ ist. Dabei berufen sie sich nicht auf die Worte der Frau, sondern auf das, was sie selbst von Ihm gehört haben.

Wer sich persönlich überzeugen will, wer Jesus wirklich ist, muss sich Zeit nehmen, um die Evangelien zu lesen. Er wird zum selben Ergebnis kommen wie die Samariter.