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Mai Mai
Er führte sie aber hinaus bis nach Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Und es geschah, während er sie segnete, dass er von ihnen schied und hinaufgetragen wurde in den Himmel. Und sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude.
2. Petrus 1,21; Lukas 24,50–52

Die Thronbesteigung

Der Essener Jugendpfarrer Wilhelm Busch (1897-1966) hatte eine tiefgläubige und dabei wohl sehr originelle Mutter. Er erinnert sich, wie „Christi Himmelfahrt“ in seiner Familie begangen wurde, als er noch ein Junge war. Die Mutter weckte sie fröhlich auf und pflegte zu sagen: „Heute erinnern wir uns daran, dass unser Herr Jesus Christus zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt ist und jetzt zu seiner Rechten sitzt. Und wenn ein Herrscher seinen Thron besteigt, dürfen sich die Untertanen etwas wünschen. Also, lasst uns fröhlich beten, Kinder!“ Wilhelm Busch fügte mit einem Lächeln hinzu: „Ich bezweifle, dass sich das aus der Bibel eins zu eins belegen lässt, aber meine Mutter lehrte uns, ‚Christi Himmelfahrt‘ als einen überaus frohen und freudigen Tag zu begehen.“

Was genau geschah an diesem Tag vor fast 2000 Jahren? Fangen wir vorne an: Jesus Christus war nach seinem grauenvollen und schmachvollen Sterben aus den Toten auferstanden und zuerst den Frauen und später auch den Jüngern erschienen. 40 Tage lang war Er noch einmal mit seinen Freunden zusammen und kümmerte sich dabei um einzelne Jünger wie die Apostel Petrus und Thomas. Aber auch eine große Schar von mehr als 500 Menschen wird ausdrücklich als Zeugen genannt, dass Jesus nach seinem Sterben in Jerusalem lebend gesehen wurde (1. Korinther 15,6). Jesus Christus bereitete seine Jünger darauf vor, dass sie Ihn nicht mehr sehen würden. Aber Er versprach ihnen, dass Er den Heiligen Geist Gottes senden würde. Darum kehrten die Jünger nach der Himmelfahrt des Herrn fröhlich und getrost nach Jerusalem zurück.

Christi Himmelfahrt