So Sonntag
21.
Apr April
Und Jesus sprach zu ihnen: Wo irgend ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht. Und welcher Ort irgend euch nicht aufnimmt und wo sie euch nicht hören, von dort geht hinaus und schüttelt den Staub ab, der unter euren Füßen ist, ihnen zum Zeugnis. Und sie gingen aus und predigten, dass sie Buße tun sollten; und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie.
Markus 6,10–13

Gedanken zum Markus-Evangelium

Der Herr sendet seine Jünger aus: In seinem Namen und seiner Kraft sollen sie das Evangelium predigen, Kranke heilen und Dämonen austreiben. Diese Kraft haben sie nicht in sich selbst, deshalb stattet Er sie mit der entsprechenden „Gewalt“ aus.

Bevor die Jünger losziehen, gibt der Herr ihnen einige Anweisungen mit auf den Weg, um ihnen bewusst zu machen, dass sie ganz auf Ihn und seine Fürsorge angewiesen sind: Außer Sandalen und einem Stab sollen sie nichts mitnehmen: kein Brot, keine Tasche, kein Geld … Sie werden teilweise auf freundliche Menschen und offene Türen treffen. Und so sollen sie sich mit dem ersten gastfreien Haus zufriedengeben und nicht nach etwas Besserem suchen. Jede Art von Eigennützigkeit wäre für einen Botschafter Christi unpassend.

Manche Menschen stehen der Botschaft Gottes allerdings ablehnend gegenüber. In diesem Fall sollen die Jünger den Staub von ihren Füßen abschütteln - ein Zeichen des Gerichts. Denn wer die Botschafter Christi ablehnt, lehnt letztlich Christus selbst ab.

Die Aussendung der Jünger damals weist manche Parallelen zu den Missionaren heutiger Zeit auf. Doch bleiben die Unterschiede klar erkennbar: Heute ist Christus im Himmel und lässt durch seine Diener „das Evangelium der Gnade Gottes bezeugen“ (Apostelgeschichte 20,24). „Wunderkräfte und Gnadengaben der Heilungen“ kommen erst dann wieder zum Vorschein, wenn Christus als König erscheint (1. Korinther 12,28; Hebräer 6,5).