Do Donnerstag
4.
Apr April
Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig; da sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, schenkte er es beiden. Wer nun von ihnen wird ihn am meisten lieben?
Lukas 7,41.42

Zwei Schuldner

Jesus ist bei dem Pharisäer Simon zum Abendessen eingeladen. Dieser ahnt nicht, dass er den Sohn Gottes zu Gast hat! Der Pharisäer ist zwar ein religiöser Mann, aber in seinen Augen ist Jesus nur ein Wanderprediger auf der Durchreise. So erweist er ihm nicht einmal die üblichen Höflichkeiten. Dass Jesus ein Prophet sein könnte, schließt Simon rasch aus, als er sieht, wie Jesus sich gegenüber einer Frau mit schlechtem Ruf verhält.

Was tut diese Frau? Als sie hört, dass Jesus bei Simon zu Gast sei, tritt sie ebenfalls ins Haus ein. Sie erkennt in Jesus den Retter der Sünder und drückt ihren Glauben durch eine bewegende Handlung aus: Sie weint über den Füßen Jesu, trocknet sie mit ihrem langen Haar, küsst sie und salbt sie zum Schluss. Wie reagiert Jesus darauf? Er erkennt, dass Simon in seinem Herzen die Frau verachtet - ja, Jesus kennt unsere Gedanken! -, und sagt zu ihm: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Dann erzählt Jesus das Gleichnis eines Gläubigers, der zwei Schuldner hat. Der eine schuldet ihm 500 Denare, der andere 50. Beiden wird die Schuld erlassen. „Wer nun von ihnen wird den Gläubiger am meisten lieben?“, fragt Jesus ihn. Simon antwortet richtig: „Ich meine, der, dem er das meiste geschenkt hat“ (V. 43).

Damit deckt Jesus das Übel des Pharisäers auf: Er fühlt sich besser als die „Sünderin“, wie er die Frau bezeichnet, und ist sich selbst keiner Schuld bewusst. Die Frau dagegen hat ihre Schuld eingestanden, bereut sie tief und sieht in Jesus den Erlöser. Zu Ihm fühlt sie sich ganz hingezogen.

Der Herr versichert der Frau seine Gnade: „Deine Sünden sind vergeben ... Dein Glaube hat dich gerettet.“