Di Dienstag
26.
Mär März
Weil ich dir dies tun will, so schicke dich an, deinem Gott zu begegnen!
Amos 4,12

Im Angesicht des Todes

Als amerikanischer Soldat war ich in Vietnam und sah dort oft dem Tod ins Auge. Einmal lag ich mit zwei weiteren Soldaten in einem Bunker. Dort gab es ein Feldbett, ein Maschinengewehr und ein Telefon - aber keine Tür, sondern nur eine Öffnung auf der Rückseite.

Der für die Wache zuständige Offizier durfte den Bunker nur betreten, wenn er uns vorher anrief. Eines Nachts - es war stockfinster - hörten wir draußen Schritte. Jemand war hinter unserem Bunker. Das konnte nur der Feind sein, der sich angeschlichen hatte. Ich wusste: Wenn ich jetzt nicht schnell war, war ich ein toter Mann. Ich riss mein Gewehr herum, um zu schießen - doch es hatte Ladehemmung. Wer dann den Bunker betrat, war der Offizier. Er war gekommen, um unseren Wachposten zu überprüfen, aber er hatte vergessen, uns vorher anzurufen.

Zwei Bibelverse kommen mir immer in den Sinn, wenn ich an diese Nacht zurückdenke. Die eine betrifft den Offizier, dessen Nachlässigkeit ihn fast das Leben gekostet hätte: „Wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung ver­nachlässigen?“ (Hebräer 2,3). Wenn Menschen heute die Errettung unbeachtet lassen, die ihnen durch Jesus Christus angeboten wird, dann kostet es sie ihre Seele.

Die andere Bibelstelle betrifft mich. Es ist der heutige Bibelvers: „Schicke dich an, deinem Gott zu begegnen!“ Wenn die Schritte damals dem Feind gehört hätten, dann könnte ich das heute nicht schreiben, dann wäre ich tot. Aber dann wäre ich auch ewig verloren, denn damals war ich noch weit weg von Gott. Doch - Gott sei Dank - heute ist Jesus Christus mein Erretter, und ich freue mich, Ihm einmal zu begegnen und Ihn zu sehen, wie Er ist (1. Johannes 3,2).