Mi Mittwoch
28.
Feb Februar
Er (der jüngere Sohn des Vaters) machte sich auf und ging zu seinem Vater (zurück). Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen. Der Vater aber sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an ...; denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden.
Lukas 15,20–24

Was wir nicht verdient haben

Der Chinamissionar George Christopher Willis (1887-1973) bat einen chinesischen Künstler, ein Bild zu malen, das die Geschichte vom verlorenen Sohn in einer Szene eindrücklich festhält. Er bat den Künstler außerdem, vorher gründlich die Geschichte zu lesen, damit ihm das Werk gut gelänge.

Nach einiger Zeit holte Willis das Bild ab - und erschrak. Was war darauf dargestellt? Er sah einen Vater, der seinen Sohn mit einem großen Stock züchtigte, was zur damaligen Zeit und in diesem Kulturkreis durchaus üblich war. „Warum haben Sie das gemacht? Die Geschichte gibt das doch nicht her“, beschwerte sich Willis. Der Chinese antwortete trocken: „Mag sein, dass es so ist. Es ist aber das, was der Junge verdient hat!“

Wie dieser Chinese verstehen viele nicht, was Gnade ist.

Gott ist derjenige, der dem verlorenen Sünder seine große Gnade anbietet. Er will ihn zu seinem Kind machen und mit seinen Segnungen überschütten. Wer das Bekenntnis des verlorenen Sohnes aufrichtig vor Gott ausspricht, wird nicht bestraft, auch wenn er es noch so sehr verdient hätte. Das ist das Bild der Gnade Gottes, das der Heilige Geist in der Bibel „gezeichnet“ hat!

„Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es“ (Epheser 2,8).