Mi Mittwoch
14.
Feb Februar
Bringt nun der Buße würdige Frucht.
Matthäus 3,8

König Vaval

Wenn an Karneval „König Vaval“ regiert, bricht auf der Karibik­insel Martinique das Geschäftsleben zusammen. Die ganze Bevölkerung flippt aus und hat nur noch einen Gedanken: Karneval. Umzüge schlängeln sich durch die Straßen, die Massen folgen singend und tanzend der überlebensgroßen Figur dieses Königs, und die Sünde feiert schaurige Triumphe.

Am vierten Tag geht es dem Symbol dieses überbordenden Festes an den Kragen. Man stellt den „König“ am Strand auf, liest ihm seine Missetaten vor - beispielsweise Anstiftung zu übermäßigem Rumkonsum oder ehelicher Untreue - und verurteilt ihn umgehend zum Flammentod. Die Zuschauermenge bricht in gespielte Weinkrämpfe aus, greift zum Taschentuch und jammert laut.

Der angeblich Schuldige verbrennt - und das Leben geht weiter.

Geht es wirklich einfach so weiter nach all den Verfehlungen in dem ausgelassenen Treiben? Bleibt die moralische Befleckung nicht haften? Das Schauspiel der Puppenverbrennung beweist, dass ein gewisses Empfinden für Sünde und Schuld vorhanden ist. Aber klar ist auch, dass man das Problem auf diese Weise nicht aus der Welt schaffen kann, schon gar nicht vor dem gerechten Gott.

Weder ein oberflächliches Bekenntnis noch gespielte Tränen lösen das Schuldproblem, sondern nur ein tiefgreifender Sinnes­wandel. Das nennt die Bibel Buße. Eine Kehrtwendung um 180 Grad ist nötig. Dazu gehört, dass man aufrichtige Reue über das vergangene Leben ohne Gott empfindet. Das Ergebnis wird dann nicht auf sich warten lassen: Ein neues Denken und ein neuer Lebenswandel, ja eine ganz neue Haltung zu Gott, dem Herrn, werden folgen. Das ist der Buße würdige Frucht!