Fr Freitag
27.
Jan Januar
Nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tod!
1. Samuel 20,3

Nur ein Schritt

Seit Tagen herrschte prächtiges Winterwetter. Blauer Himmel, strahlende Sonne, dabei die Temperatur unter null Grad, so dass der Schnee nicht schmolz. Die Skilifte waren in Betrieb, und auf den Pisten tummelten sich die Abfahrtsläufer. Wer den Langlauf liebte, zog seine Spur auf der ausgeschilderten Loipe. Andere suchten sich ihren eigenen Weg abseits der vorgegebenen Route, obwohl sich dadurch schon mancher in Gefahr gebracht hatte. Jeder wollte auf seine Art den Wintertag und die Erholung genießen.

An einem solchen Tag zog eine Frau ihre einsame Spur über den Rücken der Hornisgrinde. Der Schnee hatte starke Verwehungen gebildet. Auf der Ostseite, wo der Berg steil zum Biber­kessel abfällt, befanden sich überhängende Schneemassen, sogenannte Wechten. Als die Skiläuferin sich etwas weit vorwagte, brach eine dieser Wechten ab und riss die Frau mit in die Tiefe. Die Bergwacht konnte die Vermisste nach einer schwierigen Suchaktion nur noch tot, im Schnee verschüttet, bergen. - Ein schöner Wintertag, aber so nah der Tod!

„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.“ Diese Worte aus einem alten Kirchenlied standen auf der Todesanzeige. Und wie treffend sind sie! - Wenn es in einem Mittelgebirge wie dem Schwarzwald auch nur selten zu einem derartigen Unfall kommt, so schlägt doch im Hochgebirge jedes Jahr der Bergtod zu. Nicht immer sind dabei Wagemut oder Unvorsichtigkeit die Ursache. Der Tod lauert ja auf vielerlei Weise - auch im Beruf, im Haushalt und auf der Straße.

„Nur ein Schritt“, sagt unsere Bibelstelle, „ist zwischen mir und dem Tod!“ Wie wichtig ist es deshalb, dass wir unsere Sache mit Gott rechtzeitig geordnet haben, mit Ihm versöhnt sind durch den Glauben an den Erlöser Jesus Christus!