Mi Mittwoch
25.
Jan Januar
Er hat mich heraufgeführt aus der Grube des Verderbens, aus kotigem Schlamm; und er hat meine Füße auf einen Felsen gestellt, meine Schritte befestigt.
Psalm 40,3

Im Schlamm

Nach der Schneeschmelze konnten die höher gelegenen Felder bereits eingesät werden. Die tiefer liegenden Felder standen zum Teil noch unter Wasser. Hier wollten zwei Jungen ihre neuen Gummistiefel ausprobieren.

Sie wateten in die Wasserlachen hinein und ahnten nicht, dass es dort auch recht tiefe Sumpf­­stellen gab. Plötzlich sank der eine Junge tief in den Schlamm ein. Er versuchte, rückwärts zu gehen, um wieder freizukommen, doch es gelang nicht. Hatte er den einen Fuß aus dem Schlamm heraus, so sank der andere umso tiefer hinein. Die Stiefel wurden immer schwerer, bis schließlich beide Füße fest im Morast stecken blieben.

Dem anderen Jungen ging es inzwischen genauso. Sie bekamen große Angst, dass niemand sie rechtzeitig finden würde. Da sahen sie in der Ferne einen Landwirt. Sie riefen aus Leibes­kräften, bis der Mann auf sie aufmerksam wurde. Er eilte herbei, und es gelang ihm, sie aus dem Sumpf herauszuziehen.

Die Sünde gleicht einem tiefen und Verderben bringenden Morast. Oft tut man etwas, wovon man weiß, dass es nicht gut ist. Man glaubt, man könne „ein wenig“ mitmachen und sich, wenn es gefährlicher wird, rechtzeitig zurückziehen. Vielleicht führen die ersten Schritte nicht direkt in den Schlamm, aber allmählich gleitet man ab in den Morast der Sünde, aus dem man sich selbst nicht wieder befreien kann.

Was ist in dieser Lage das einzige Hilfsmittel? - Rufen! Rufen, wie die beiden Jungen es taten. Und zu wem? Zu Gott! Er hört uns und lenkt den Blick auf Jesus Christus, der am Kreuz gestorben ist, um Sünder zu erretten. Nur Er hat die Macht, uns aus dem Schlamm der Sünde herauszuholen.