Sa Samstag
13.
Aug August
Die Hoffnung aber beschämt nicht.
Römer 5,5

Wovon leben die Menschen?

Der russische Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn schildert in seinem Buch Krebsstation, wie bei Jefrem, der bis dahin kerngesund war, plötzlich Krebs diagnostiziert wird. Eine Welt bricht für ihn zusammen. Was hatte er noch alles vorgehabt! Jetzt ist es aus. Seine Tage sind gezählt.

Da beginnt Jefrem, über Gott und den Sinn und Inhalt des Lebens nachzudenken. Eine Frage geht ihm in dieser Situation immer wieder durch den Kopf: „Wovon leben die Menschen?“ - Diese Frage stellt er nun seinen Leidensgenossen auf der Krebsstation. Ihre Antworten sind typisch, man hört sie oft. Nur wirken sie in dieser Lage geradezu makaber.

„Wovon leben die Menschen?“ Der eine sagt: „Vom Geld“; andere meinen: „Vom Essen“ oder: „Vom Wasser.“

„Aber das reicht doch nicht!“, ruft Jefrem. Ja, das reicht in der Tat nicht. Solschenizyn kommt zu dem Schluss: Der Mensch lebt von der Hoffnung. Wer keine Hoffnung mehr hat, der hat sein Todesurteil bereits unterschrieben. Das kommt der Wahrheit wohl sehr nahe.

Entscheidend ist dabei, ob der Mensch eine begründete Hoffnung hat, nicht nur irgendeine. Illusionen, Träume und Visionen bieten keine Basis zum Leben und schon gar nicht zum Sterben. Das wäre ja nur Selbstbetrug. Was wir alle brauchen, ist nicht eine „vage Hoffnung“, sondern eine zuverlässige Hoffnung, die uns „nicht beschämt“ oder enttäuscht.

Die Hoffnung der Christen hat einen festen Grund: Sie gründet sich auf die zuverlässigen Zusagen Gottes an alle, die Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser angenommen haben. Mit einer solchen Hoffnung wird man nicht zuschanden. Davon spricht unser Bibelvers.