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8.
Aug August
Ihr Herren, was muss ich tun, um errettet zu werden?
Apostelgeschichte 16,30

Das Erdbeben im Gefängnis

Der Gefängnisaufseher von Philippi, der diese Frage stellte, war an den Rand der Verzweiflung gekommen, als er erkannte, dass er verloren war. Dieser Mann war sicher nicht so leicht zu erschüttern. Er hatte ja berufsmäßig mit Menschen zu tun, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, und dabei musste er mit Sicherheit auch hart durchgreifen.

Doch an diesem Tag waren ganz außergewöhnliche Gefangene eingeliefert worden: Paulus und Silas, zwei unerschrockene Zeugen Jesu Christi. Man hatte sie blutig geschlagen; und obwohl der Aufseher ihre Füße in den Stock geklemmt hatte, fingen sie um Mitternacht an, Gott Loblieder zu singen!

Und dann kam das Erdbeben! Die Gefängnis­türen sprangen auf und die Ketten lösten sich. Als der Aufseher das bemerkte, meinte er, die Gefangenen wären geflohen. Und er haftete doch für sie! Da war es mit seiner Fassung zu Ende. Aber von Paulus und Silas erfuhr er, dass alle Gefangenen noch da waren. Und so fiel er innerlich zerbrochen vor ihnen nieder und stellte ihnen voller Furcht die obige Frage. Denn wenn ihnen ihr Glaube selbst im Leiden solche Kraft verlieh und wenn Gott sich so mächtig zu ihnen bekannte, dann waren sie es, die ihm Auskunft geben konnten.

Und die Antwort? „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden!“

„Glaube an den Herrn Jesus!“ Das ist auch heute die Antwort für jeden, der weiß, dass er vor Gott schuldig ist und seine Schuld eingesteht. Vielleicht kommt ihm seine Lebensschuld durch ein schockierendes Ereignis ganz plötzlich ins Bewusstsein oder es ist ein längerer Prozess - die Antwort Gottes ist dieselbe: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden!“