So Sonntag
7.
Aug August
Und der HERR bestellte einen großen Fisch, um Jona zu verschlingen; und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte.
Jona 2,1

Gedanken zum Propheten Jona

Auf Jonas eigenen Wunsch hin haben die Seeleute ihn über Bord geworfen. Wie lange sich Jona im Wasser befunden und mit den Wellen gekämpft hat, wissen wir nicht. Das folgende Gebet deutet an, dass der große Fisch kommt, als Jona in größter Not ist. Er kommt allerdings nicht zufällig, sondern weil Gott ihn „bestellt“ hat.

Hier werden gleich zwei Wunder berichtet:

  1. Ein Tier gehorcht dem Befehl des Schöpfers.
  2. Jona verbringt drei Tage lebend im Bauch des Fisches und wird anschließend unversehrt ausgespien.

Zu 1.: So wie Gott den Wind „aufs Meer geworfen“ hat (Kap. 1,4), so kann Er auch Tiere beauftragen. Darin zeigt sich seine Größe und Allmacht. In ähnlicher Weise dirigierte Jesus, der Sohn Gottes, den Fisch, der die Münze im Maul hatte, mit der Petrus die Tempelsteuer bezahlen konnte (Matthäus 17,27).

Zu 2.: Wer an den Schöpfer-Gott glaubt, hat keine Mühe, den biblischen Bericht für wahr zu halten. Dabei ist die Frage, um welche Fischart es sich hier handelt, unerheblich, zumal die Bibel nicht in wissenschaftlicher Sprache zu uns redet.

Von größter Bedeutung dagegen ist die Tatsache, dass Jesus das „Zeichen Jonas“ auf sich selbst bezieht: „So wie Jona drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein“ (Matthäus 12,39.40).

Dass Jona für drei Tage im Bauch des Fisches war, ist also eine Prophezeiung, die sich in dem Tod und der Auferstehung Jesu erfüllt hat. Dabei wollen wir nicht übersehen, dass Jona aufgrund seines eigenen Ungehorsams verschlungen wurde, Christus jedoch für die Sünden anderer freiwillig starb und so zum Retter geworden ist.