Sa Samstag
6.
Aug August
Was nennt ihr mich aber: „Herr, Herr!“, und tut nicht, was ich sage?
Thomas antwortete und sprach zu Jesus: Mein Herr und mein Gott!
Lukas 6,46; Johannes 20,28

Sich regieren lassen

Die meisten Staaten der Welt sind heute Repu­bliken. Doch in manchen Ländern ist das Staatsoberhaupt ein König oder eine Königin. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um „parlamentarische Monarchien“. Das bedeutet: Der König trägt zwar noch den Titel eines Regenten, aber er regiert nicht mehr. Er hat nur noch geringen Einfluss auf die Staatsgeschäfte und nimmt vor allem repräsentative Aufgaben wahr.

Wer sich Christ nennt, bekennt sich zu Jesus Christus als dem von Gott gesandten Retter und Herrn. Da stellt sich die Frage: Lassen wir Jesus auch tatsächlich in unserem Leben regieren? Interessieren wir uns für seinen Willen, und tun wir das, was sein Wort uns sagt? Oder sehen wir in dem Sohn Gottes nur einen vorbildlichen Menschen und schmücken uns deshalb gern mit seinem Namen? Aber die Entscheidungen unseres Lebens fällen wir ohne den Herrn, weil wir unabhängig sein wollen?

In der Weltgeschichte gab es viele Tyrannen. Von der Willkürherrschaft eines Tyrannen will natürlich niemand abhängig sein. Aber Gott ist kein Tyrann, der mit Willkür regiert, sondern Er liebt den Menschen. Und wir als Geschöpfe Gottes sind abhängige Wesen. Deshalb kann unser Leben nicht gelingen, wenn wir es unabhängig von Gott führen wollen und nicht nach Ihm fragen.

Als der Apostel Thomas voll freudigem Staunen zu Jesus sagte: „Mein Herr und mein Gott!“, da war er gerade dem auferstandenen Christus begegnet und hatte die Nägelmale in seinen Händen und die Wunde in seiner Seite gesehen. Einem solchen Herrn, der nicht willkürlich fordert, sondern sich selbst aus Liebe zu uns hingegeben hat, können auch wir unbesorgt die Führung unseres Lebens übergeben.