So Sonntag
26.
Jun Juni
Aber Jona machte sich auf, um vom Angesicht des HERRN weg nach Tarsis zu fliehen; und er ging nach Japho hinab und fand ein Schiff, das nach Tarsis fuhr; und er gab sein Fahrgeld und stieg in das Schiff hinab, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weg vom Angesicht des HERRN.
Jona 1,3

Gedanken zum Propheten Jona

Jona hat das Wort des HERRN vernommen. Mit göttlicher Autorität ist ihm eine Aufgabe übertragen worden: nach Ninive, in die Hauptstadt des assyrischen Reiches am Tigris zu gehen, um dort eine Gerichtsbotschaft zu predigen. Es mögen knapp 1000 Kilo­meter bis Ninive gewesen sein - eine Strecke, für die Jona einige Wochen brauchen würde. Was ihn in Ninive erwartet, weiß er nicht. Gott sagt nur: „Geh.“

Was macht Jona? Er will nach Tarsis fliehen. Von Gat-Hepher aus, wo Jona wohnt, liegt Ninive weit im Osten, Tarsis dagegen weit im Westen. - Vor Gott, dem Allwissenden, fliehen? Wie soll das gehen? König David wusste, dass das nicht möglich ist: „Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist und wohin fliehen vor deinem Angesicht?“ (Psalm 139,7). Doch so wie Adam sich vor Gott verstecken wollte und Jona vor Ihm fliehen wollte, so versuchen immer noch viele Menschen, Gott davonzulaufen.

In Japho (Joppe) war damals der einzige Hafen in Israel. Als Jona dort ankommt, ist gerade ein Schiff zur Abfahrt nach Tarsis bereit. Vielleicht denkt er: Das klappt ja bestens, ich kann gleich losfahren. - Hat Gott die Kontrolle verloren? Nein, niemals. Noch lässt Er Jona laufen; Er will ihm später auf hoher See begegnen, dort, wo Jona es gar nicht erwartet hat.

Wie viele Menschen haben den Weg Gottes verlassen, obwohl sie in der Bibel unterrichtet worden sind! Einige meinen sogar, das Glück auf ihrer Seite zu haben. Doch wie töricht! Zweimal warnt der weise Salomo: „Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes“ (Sprüche 14,12; 16,25).