Mi Mittwoch
22.
Jun Juni
Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab.
1. Timotheus 2,5.6

Ich, Nikolaus, Zar von Russland

Zar Nikolaus hatte die Gewohnheit, die Unterkünfte seiner Armee inkognito zu besuchen. Eines Nachts fand er einen jungen Offizier, den Sohn eines Freundes, eingeschlafen, den Kopf auf dem Tisch. Vor ihm lag eine geladene Pistole und ein Blatt Papier, auf dem der junge Mann alle seine Schulden aufaddiert hatte. Dabei handelte es sich um Beträge, die er beim Glücksspiel verloren hatte. Seine Situation schien ihm ausweglos, er wollte mit seinem Leben Schluss machen. Unten auf den Zettel hatte er geschrieben: „Wer könnte eine so große Schuld begleichen?“ Erschöpft und vor Kummer niedergedrückt war er schließlich eingeschlafen.

Der erste Gedanke des Zaren war, ihn zu wecken, um ihm eine Strafe zu verpassen. Dann änderte er seine Meinung: War dieser Mann nicht der Sohn seines Freundes? Er beschloss, ihm zu vergeben. Aber die Vergebung tilgte nicht die Geldschulden des jungen Mannes, und die Gerechtigkeit erforderte, dass die Schuld beglichen wurde. Also nahm er die Feder, die noch auf dem Tisch lag, und schrieb unter die verzweifelte Frage des Offi­ziers: „Ich, Nikolaus“.

Wir alle haben durch unsere Sünden viel Schuld vor Gott auf uns geladen. Wir waren seinen Geboten ungehorsam und haben Ihn nicht geliebt, wie wir es hätten tun sollen. Daher verdienen wir eine gerechte Verurteilung. Aber Gott möchte uns vergeben, und Er kann das in völliger Gerechtigkeit tun, weil Jesus Christus dafür bezahlt hat. „Denn Christus ist, da wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben“ (Römer 5,6). Um die Rettung zu erhalten, die Er uns anbietet, muss man sie jedoch annehmen.