Fr Freitag
28.
Jan Januar
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken; ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
Lukas 5,31.32

Hände waschen vor dem Essen!

Unsere Eltern haben es uns eingeschärft und wir wiederum haben es unseren Kindern gesagt: „Wascht euch vor dem Essen die Hände!“, oder: „Zieht eure schmutzigen Schuhe aus, wenn ihr ins Haus kommt!“ Und auch als Erwachsene halten wir es oft noch so: Wir räumen auf, wenn wir Besuch erwarten; wir ziehen schöne Sachen an; wir wollen in den Bewerbungsunterlagen oder im Gespräch mit Freunden und Arbeitskollegen gut aus­sehen. Wir tun es aus Höflichkeit oder auch, weil wir vor anderen gut dastehen wollen.

Manche Menschen glauben, bei Gott gelte dasselbe Prinzip: Erst wenn sie sich vor Ihm gut präsentieren könnten, dürften sie zu Ihm kommen! Und so bemühen sie sich: Sie versuchen, die Zehn Gebote zu halten; sie tun Gutes; sie fasten; sie beten; sie setzen sich ehrenamtlich ein oder sie spenden. Und sie erwarten (oder hoffen), dass Gott sie dann annimmt.

Doch bei Gott ist es ganz anders! Als Jesus Christus vor 2000 Jahren lebte, aß Er mit Zöllnern und Sündern und kümmerte sich um Kranke und Schwache. Er tat es, weil Er Sünder zur Buße rufen wollte. Ja, Er wollte suchen und erretten, was verloren war (Lukas 19,10). Auch wir müssen uns heute nicht bemühen, vor Gott gut dazustehen, damit wir dann zu Ihm kommen können (das wird uns sowieso nicht gelingen!). Nein, wir dürfen kommen, wie wir sind!

Ich kann gar nichts zu meiner Errettung beitragen, ich kann von mir aus nicht gut vor Gott dastehen - im Gegenteil, ich bin schuldig vor Ihm. Doch wenn ich mich aufmache und Schuld und Unrecht vor Ihm bekenne, dann reinigt Er mich und vergibt mir meine Schuld (1. Johannes 1,9).