Sa Samstag
27.
Nov November
Erregt sind alle meine Erbarmungen. Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, will sie willig lieben.
Hosea 11,8; 14,5

Der Hausschlüssel

Mitternacht war vorüber. Geräuschlos nahm Raimund einen Schlüssel aus der Tasche und trat ein. Im Haus war es ganz still. Er ging die Treppe hinauf und öffnete eine Tür. Alles war genauso, wie er es von früher her kannte: das Bett gemacht, ein Schlafanzug auf dem Stuhl. Das war sein Zimmer gewesen, bis er vor fünf Jahren sein Elternhaus verlassen hatte.

Nach dem Tod seiner Mutter waren die Versprechungen verflogen, die er ihr gemacht hatte. Er war davongegangen, um zu leben, wie es ihm passte. Mehrfach hatte sein Vater vergeblich versucht, ihn zu erreichen, aber die Briefe kamen mit dem Vermerk „unbekannt“ zurück.

Doch schließlich hatte der Vater die Anschrift ausfindig machen können; und eines Tages hatte Raimund ein kleines Päckchen erreicht. Was hatte er darin gefunden? Den Hausschlüssel, den er soeben benutzt hatte.

Sein Vater hatte nichts von seiner Heimkehr gehört. Am Morgen öffnete er die Zimmertür seines Sohnes wie jeden Tag, seit er ihm den Schlüssel geschickt hatte. Er wurde empfangen mit den Worten: „Vater, ich bin so schlecht. Kannst du mir vergeben?“ - „Ja, Raimund. Aber hast du Gott um Vergebung gebeten? - „Das habe ich getan, Vater. Und Er hat mir vergeben.“

Es gibt ein Haus, das „Vaterhaus“ Gottes, in das kein Mensch ohne Weiteres Zutritt hat, denn der heilige und gerechte Gott kann dort keinen Sünder aufnehmen. Aber Gott legt in Ihre Hand einen „Schlüssel“.

Wenn Sie diesen benutzen, indem Sie zu Gott umkehren und den Herrn Jesus Christus als Ihren Retter annehmen, werden Sie Gott als Ihren liebenden Vater kennenlernen.