Mi Mittwoch
13.
Okt Oktober
Ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften.
1. Korinther 15,3.4

Der junge Mann war jahrelang in verschiedenen christlichen Gruppen gewesen, weil er hoffte, dort Linderung von seiner depressiven Neigung zu erfahren. Es war aber nicht besser geworden, im Gegenteil. Auch das Interesse an der Bibel hatte er inzwischen wieder verloren. Resigniert meinte er, sie gäbe ihm keine Antwort für seine Probleme.

Als ein gläubiger Freund ihn fragte, was denn die entscheidende Botschaft der Bibel sei, zögerte er lange mit der Antwort. Doch dann brach es aus ihm heraus: Jesus Christus ist am Kreuz für Sünder gestorben!

Tatsächlich, das ist die großartige Nachricht für alle Menschen, die etwas von ihrem eigenen Versagen und letztlich ihrer Schuld vor Gott wissen. Aber es ist ein großer Schritt vom Eingeständnis der Schuld vor sich selbst bis zum offenen, vorbehaltlosen Bekenntnis vor Gott. Und nur das bringt den Ausweg aus der Not - auch wenn dadurch nicht alle Depressionen beseitigt werden. Sechs Jahre schon wusste dieser bedauernswerte Mann von dieser Rettungsmöglichkeit - und hatte sie doch nicht ergriffen. Nein, darüber wolle er jetzt nicht sprechen … Die Pause wurde lang, bedrückend lang.

Warum konnte dieser junge Mann nicht, wie so viele Menschen vor ihm, sein Leben vor Gott aufdecken? Gab es vielleicht, wie es oft der Fall ist, eine „Lieblingssünde“, die er nicht aufgeben wollte? In dieser Situation betete der gläubige Freund eindringlich zu Gott und flehte um Hilfe. Und dann begann endlich auch der junge Mann zu bekennen und zu beten. - Seine Kernsünde war die Unversöhnlichkeit gewesen.