Do Donnerstag
30.
Sep September
Rufe mich an am Tag der Bedrängnis: Ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!
Psalm 50,15

„Und vergiss nicht, wenn du in Not bist, mein Junge, dann bete!“ Mit diesen Worten entließ eine Mutter ihren einzigen Sohn, als er zur See ging. Sie war voller Sorge um ihn, denn bisher hatte er ihre Bitte, sein Leben unter die Führung Gottes zu stellen, immer wieder ausgeschlagen. Sie hoffte, dass er doch wenigstens in Notlagen an Gott denken würde!

„Mit dem Beten wird es vorerst wohl noch Zeit haben“, dachte der unternehmungslustige junge Mann bei sich. Auf jeden Fall wollte er das Leben erst einmal allein meistern. Er konnte kaum ahnen, dass er schon bald von diesem „Notsignal“ Gebrauch machen musste.

Bei einer leichten Arbeit an Deck, die gewöhnlich einen erfahrenen Seemann kaum aus dem Gleichgewicht bringt, geschah es: Durch eine unvorhergesehene Bewegung des Schiffs ging er bei der einsamen Arbeit über Bord. Noch im Fallen betete er: „Gott, wenn es Dich gibt, dann zeige es jetzt!“

Niemand hatte den Vorfall bemerkt, aber Gott hörte den Notruf. Gerade jetzt kam ein Matrose, um nach dem jungen Mann zu sehen. Er fand ihn nicht an Deck, schaute über Bord und entdeckte ihn genau in dem Augenblick, als sein Kopf aus dem Wasser auftauchte. Mit Mühe gelang es, ihn in letzter Minute zu retten. Als unser Freund wieder wohlbehalten an Bord war, erzählte er auch von seinem Stoßgebet. - Aber zu einer Lebenswende kam es damals noch nicht.

Nach seiner Rückkehr von dieser Fahrt begleitete er seine Mutter zu einem Bibelabend. Da wurde ihm bewusst, dass seine Sünden ihn von Gott trennten und er errettet werden musste. Endlich bekannte er Gott seine Schuld und empfing Vergebung und Frieden. - Jetzt war er auch für die Ewigkeit gerettet.