So Sonntag
19.
Sep September
Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, hätten meine Diener ge­kämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde; jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe.
Johannes 18,36.37

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Der Apostel Paulus schreibt von „Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat“ (1. Timotheus 6,13). Dabei bezieht er sich auf den Gerichtsprozess vor dem römischen Statthalter, den der Evangelist Johannes am ausführlichsten beschreibt. Schauen wir, wie die Einzelheiten dieses guten Bekenntnisses hier zutage treten.

Jesus hat ein Reich! Was für eine kühne Aussage in Gegenwart eines Mannes, der die größte damals bestehende irdische Macht repräsentierte. Doch das Reich Jesu gleicht nicht den Staaten dieser Welt, noch leitet es seine Hoheit und Macht „von hier“ ab. Sein Reich empfängt all seine Autorität und Macht vom Himmel - es trägt himmlischen Charakter.

Der Herr hat an anderer Stelle erklärt, dass niemand das Reich Gottes sehen kann, es sei denn, er wird von neuem geboren (vgl. Johannes 3,3). Wer die Autorität Gottes bedingungslos anerkennt und an den Sohn Gottes glaubt, geht in das Reich Gottes ein.

Was für ein besonderer König ist Jesus! Er hat eine ewige Existenz. Längst vor seiner Geburt wurde festgelegt, welchen Auftrag Er hier auf der Erde erfüllen sollte, nämlich von der Wahrheit zu zeugen. Aber der Sohn Gottes hat nicht nur über Wahrheit gesprochen, sondern Er selbst ist die Wahrheit (vgl. Kap. 14,6). Er hat offenbar gemacht, wie Gott die Dinge sieht. Alles entscheidet sich an seiner Person.