Fr Freitag
17.
Sep September
Gott der HERR rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
Jesus spricht zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei?
Wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.
1. Mose 3,9; Matthäus 16,15; Johannes 6,69

Je mehr man die Bibel liest, desto klarer wird einem, dass Gott sich seit frühester Zeit darum bemüht hat, mit dem Menschen ins Gespräch zu kommen. Dieses Bestreben zieht sich wie ein goldener Faden durch die Zeitalter und die sonst so verschiedenen Bücher der Bibel. - Die Sprache Gottes in seinem Wort ist zuweilen nüchtern. Manchmal treffen uns seine Fragen in Mark und Bein. „Wo bist du?“ - Die erste Frage, die Gott an den Menschen richtete, gilt heute mir und dir. Wo bin ich, wo stehe ich in Bezug auf Gott? Dann sagt Gott weiter: „Was hast du da getan!“ Seit ich das Licht der Welt erblickte, habe ich oft ohne Gott gelebt, obwohl ich wusste, dass Er existiert. Bei diesem fragenden Ausruf geht es um alles, was ich mit meinem Leben gemacht habe, mit meiner Zeit, mit meinen Mitteln und - mit dem, was Er für mich getan hat! (1. Mose 3,13).

Ungefähr 4000 Jahre später fragte Jesus Christus die Menschen, was Er ihnen bedeutet. - Diese Frage stellt Er auch uns. Was ist Er für mich? Ein Fremder oder ein Freund? Jemand, den ich gern kennen möchte oder dem ich aus dem Weg gehe? - Wenn ich zu Ihm komme und an Ihn glaube, fragt Er noch weiter: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“, oder: „Willst du gesund werden?“ Er ist der Einzige, der auch die Wunden unseres Herzens heilen kann. Heute will Er mit dir in Verbindung treten. Wir dürfen zu Ihm kommen! (Matthäus 16,13–16; Lukas 18,41; Johannes 5,6).

Jesus, der Herr, ruft dich heute; höre doch,
du bist gemeint! Lass alle Zweifel beiseite!
Er ist dein wirklicher Freund.

Friedhelm König (1931-2020)