Sa Samstag
24.
Jul Juli
Die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.
1. Johannes 3,4

Seit dem Sündenfall des ersten Menschenpaars haben sich die Grundprinzipien der Sünde wenig verändert. Der Mensch lebt unabhängig von Gott. Die Folgen sind Selbstgefälligkeit und Uneinsichtigkeit für eigenes Fehlverhalten. Viele leben nach der Vorgabe: „Folge dir, und sei dein eigener Gott.“ Eine Einstellung, die über die Jahrhunderte neue Schwerpunkte entwickelt und ihre Vorgehensweise angepasst hat.

Auch in unserer Generation bietet diese Lebenshaltung für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis etwas. Doch wenn wir uns von unserem Eigenwillen beherrschen lassen, nehmen wir Gott den Platz, der Ihm zusteht. Wir werden an Ihm schuldig. Das nennt die Bibel Sünde!

Wir merken, dass sich Sünde nicht nur bei Süchtigen, Pros­tituierten oder Kriminellen vorfindet, bei allen, die von der Gesellschaft als Gestrauchelte angesehen werden. Sie versteckt sich auch hinter Kultur, Ehrbarkeit und Überfluss. Gern verschleiert sie ihren Charakter, um nicht entdeckt zu werden. Solange sie uns daran hindern kann, dass wir uns mit Gott beschäftigen, ist ihr Ziel erreicht.

Sünde hat auch Auswirkungen auf unsere Ethik und unsere Lebenseinstellung. Sie verunglimpft die eheliche Treue als altmodisch und überholt und stellt Beziehungen außerhalb der Ehe als interessant und normal hin. Sie lässt uns jedes Abenteuer versuchen - aber bitte, ohne Gott.

Eins dagegen tut die Sünde nie: Sie spricht nie über die Folgen. Sie wird nie sagen: „Der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Römer 6,23). Mit „Tod“ ist sowohl der zeitliche Tod als auch die ewige Trennung von Gott gemeint, dessen Liebe und Autorität die Menschen verachtet haben.

Aber Gott sei Dank, es gibt Befreiung von Sünde und Tod durch Jesus Christus, der „einmal für Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe“ (1. Petrus 3,18).