Do Donnerstag
22.
Jul Juli
Alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.
Du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.
Jesaja 38,17; Micha 7,19

Bis zu seinem Ruhestand war der Mann gegenüber allem, was mit Religion oder mit dem Glauben der Bibel zu tun hat, völlig gleichgültig gewesen. Dann aber hatte ihn eine schwere Krankheit zum Nachdenken gebracht, und er hatte den Erlöser Jesus Christus gefunden. Ein früherer Arbeitskollege besuchte ihn und traf ihn im Krankenbett an.

„Ja, weißt du“, sagte der Kranke, „seit ich hier liege, habe ich eine große Arbeit geleistet, eine, die ich immer auf später aufgeschoben hatte.“

„Tatsächlich? Was hast du denn überhaupt machen können?“

„Ich habe die ganze schmutzige Wäsche, die ich mit mir herumgeschleppt hatte, aufgelesen, ohne etwas davon übrig zu lassen.“

„Deine schmutzige Wäsche? Was hast du denn damit gemacht?“, fragte der Besucher ganz erstaunt.

„Ich habe sie zu einem Bündel zusammengewickelt und das Ganze zu den Füßen meines gekreuzigten Erlösers Jesus Christus niedergelegt. Seitdem bin ich sie los und muss mich nicht mehr damit herumschlagen.“

Damit sollte man nicht erst bis zum Ruhestand oder einer Krankheit warten. Wir müssen Christus unser ganzes moralisches Elend bekennen, alle unsere Werke, von denen Gott sagt, dass selbst die besten davon vor Ihm sind wie schmutzige Wäsche (Jesaja 64,5).

Wenn wir, wie der Verfasser von Psalm 51,4, aufrichtig sagen: „Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich von meiner Sünde!“, dann lautet die Antwort Gottes: „Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden“ (Jesaja 1,18).