Sa Samstag
12.
Jun Juni
Als Daniel erfuhr, dass die Schrift aufgezeichnet war, ging er in sein Haus. ... und dreimal am Tag kniete er auf seine Knie und betete und lobpries vor seinem Gott, wie er vorher getan hatte.
Daniel 6,11

Der adelige junge Israelit Daniel wird von König Nebukadnezar als Gefangener nach Babylon gebracht. Der König lässt ihn mit mehreren Gefährten für den Dienst an seinem Hof ausbilden. Später gelangt Daniel durch seine von Gott gegebene Fähigkeit der Traumdeutung zu einer sehr hohen Position im Reich der Babylonier. Auch unter dem Nachfolger, Perserkönig Darius, bekleidet Daniel erneut ein hohes Amt. Als Darius Daniel noch mehr Macht verleihen möchte, treten jedoch Gegner auf den Plan. Sie bringen den König dazu, ein Dekret zu verabschieden, das sich gegen eine Gewohnheit Daniels richtet - gegen sein Gebet zu Gott, das er dreimal täglich verrichtet.

Doch Daniel ignoriert die Verordnung, obwohl er weiß, wie despotisch die Herrscher seiner Zeit regieren und dass sie oft gottgleiche Verehrung von ihren Untertanen verlangen. Wehe dem, der sich ihnen widersetzt!

Was bringt Daniel dazu, sein Leben aufs Spiel zu setzen? - Daniel hat eine enge Beziehung zum „Gott des Himmels“. Er weiß, dass sein Gott größer ist als König Darius. Er ist sich sicher, dass Gott auch jetzt an seiner Seite ist und er möchte Ihn unter allen Umständen ehren. Und wirklich: Der Allmächtige greift ein und rettet ihn - zwar nicht vor der Löwengrube, wohl aber vor den Löwen. Was für ein Wunder!

Vielleicht fragen wir uns bei dieser wahren Geschichte: Auf Wunder warten, ist das nicht unrealistisch? - Natürlich wusste Daniel vorher nicht, wie Gott eingreifen würde. Aber er legte sein Schicksal vertrauensvoll in die Hand des allmächtigen Gottes. Wie viele Gläubige haben sich schon in ihrer Not diesem Gott anvertraut und wunderbare Hilfe erfahren. Es muss nicht so ablaufen wie bei Daniel, denn Gott hat zahllose Möglichkeiten, uns zu helfen. Nur muss man wirklich wie Daniel sein Leben konsequent mit diesem Gott führen.