Do Donnerstag
6.
Mai Mai
Sei mir gnädig, o Gott, nach deiner Güte! Nach der Größe deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen! Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich kenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist beständig vor mir.
Psalm 51,3–5

Sternenlicht - Sonnenlicht

Ein gebildeter Mann im heutigen Myanmar fand einmal das biblische Buch der Psalmen, das ein Reisender verloren hatte. Er begann mit Interesse, darin zu lesen. Und obwohl die Psalmen aus einer ganz anderen Zeit und Kultur stammen, wurde ihm schon bald bewusst, dass darin von zeitlos gültigen Tatsachen die Rede ist: von dem einen Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, von der Gerechtigkeit und der Liebe Gottes, aber auch von den Menschen und ihrem Bedürfnis nach Vergebung und Erlösung.

Noch bevor der Mann das Büchlein ganz durchgelesen hatte, warf er seine Hausgötzen weg, um nur noch dem einen, wahren Gott zu dienen. Der 51. Psalm, aus dem die heutigen Bibelverse entnommen sind, wurde sein tägliches Gebet.

Eines Tages traf er einen Missionar, der ihm ein Neues Testament gab. Mit großer Erwartung und Freude las er nun die Evangelien und lernte Jesus Christus als seinen Erlöser kennen.

Die Psalmen hatten ihm die Bereitschaft Gottes gezeigt, ihm zu vergeben und ihn zu erlösen. Doch erst durch das Neue Testament konnte ihm klar werden, auf welcher Grundlage Gott Sünden vergibt: durch den Sohn Gottes und sein stellvertretendes Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha. Und weil er diese gute Botschaft im Glauben für sich in Anspruch nahm, bekam der Psalmen-Finder dann auch die Gewissheit, dass Gott ihn angenommen hatte. Überglücklich bezeugte er: „Bis jetzt bin ich beim Sternenlicht gewandert, aber jetzt ist mir die Sonne aufgegangen!“