Mi Mittwoch
5.
Mai Mai
Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden; verherrlicht nun Gott in eurem Leib.
1. Korinther 6,20

Herr über Leben und Tod

Der Sprecher einer Organisation für Sterbehilfe wurde gefragt: „Wem gehört Ihr Körper?“ Er antwortete: „Mir und nur mir. Er gehört weder der Kirche noch einer politischen Partei noch der Medizin. Von Geburt an bin ich ein freier Bürger und erst recht seit meiner Volljährigkeit. Ich habe nicht die Absicht, daran etwas zu ändern, so lange ich lebe, und ich lasse mir nichts aufzwingen - weder von Ärzten noch von meiner Familie oder meinen Erben“.

Diese Aussage ist verständlich: Niemand hat ein Recht auf das Leben eines anderen. Aber dennoch wird eine Tatsache außer Acht gelassen: Gott hat uns das Leben geschenkt und deshalb sind wir Ihm Rechenschaft dafür schuldig, was wir mit unserem Leben anfangen.

So darf jeder Mensch wissen, dass er von Gott geschaffen wurde, der ihn schon vor seiner Empfängnis kannte. Und Gott ist auch derjenige, der den Tag seines Todes bestimmt: „Der HERR tötet und macht lebendig“ (1. Samuel 2,6).

Wenn ich als Christ gefragt würde, wem mein Körper gehört, würde ich vielleicht so antworten: Mein Körper gehört meinem Gott ebenso wie meine Seele und mein Geist. Durch seinen Opfertod am Kreuz hat Jesus Christus für meine Schuld bezahlt und mich für Gott erkauft (s. Tagesvers). Daher dürfen andere ebenso wenig über mein Leben entscheiden wie ich selbst. Die Fürsorge und Verantwortung für mein Leben und Sterben überlasse ich einem Gott, der viel weiser ist als ich und der mich liebt.

Ich habe die Gewissheit, dass mein verweslicher Körper eines Tages in einen Herrlichkeitskörper umgestaltet werden wird. Und inzwischen erinnere ich mich, dass ich nicht mehr mir selbst gehöre, sondern Christus; und ich strebe danach, Ihn durch mein Verhalten zu ehren.